Nur ein Schein vor der Nacht - Vier Stücke
Tetralogie (1 D / 1 H / 4 Dek)
frei zur UA
NUR EIN SCHEIN VOR DER NACHT umfasst mit nordlicht, die traurigen toten, vergnügte ruh & nach der sonne vier Theatertexte, die in einer sehr poetischen Sprache das Ende von Mann und Frau auf die vier Elemente atmosphärisch verdichten.
nordlicht: Sie sitzen an einem Tisch. Sie möchte an den Pol, das Nordlicht sehn. Die Kinder sind weg, sie denkt oft an sie – er nicht. Svea, die Kleine, in der großen Stadt und sie daheim so vor sich hin. Das arme Kind ganz allein, sie will keinen Mann. Der Grund ist wohl auf dem Dachboden zu suchen.
die traurigen toten: Sie liegen im Ehebett. Sie hört die Wellen rauschen – er will nur seine Ruhe. 40 Jahre nichts, sie will Meer. Sie nimmt keine Medikamente mehr, vertraut auf Spirituelles – Depressionsschreiße halt, sagt er.
vergnügte ruh: Sie treffen sich unterm Holunder. Er träumt von ihr – sie von der großen Stadt. Er will nicht allein sein – sie will fort. Er kann sie nicht halten – sie kann nicht gehen. Liebe und Hitze. Tod und Vergnügen.
nach der sonne: Sie sind pünktlich gekommen, zum Sonnenuntergang. Sie würd so gern wissen, wies drüben ist – er schweigt. Haben sich aneinander gewöhnt, auf diese Weise. Muss ja auch einen geben, der schweigt, wenn einer redet. Nur mit dem Zuhören ist das so eine Sache.
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